Lässig baumelt die Raupe Mathilda auf ihrem Brennnesselblatt und unterhält sich durch die Gitterstäbe eines engen Betonzwingers mit dem kleinen rehbraunen Bub Quiryn. - „Du Mathilda, was möchtest Du mal werden, wenn Du groß bist?“ - „Ich werde eine wunderschöne Schmetterlingsdame und fliege von Blüte zu Blüte! - Und Du lieber Quiryn, was möchtest Du mal werden?“ - „Ich möchte ein großer Entdecker werden! Meine flinken Pfötchen sollen mich überall dorthin tragen, wo es noch wahre Geheimnisse zu entdecken gibt. Alle unerforschten Wiesen, Bachläufe und auch diese besonders spannenden Menschenhäuser werden mein Spezialgebiet werden. Ich finde heraus, warum es im Gras hüpft und raschelt, wie das Bachwasser nach einem sommerlichen Regen schmeckt und was passiert, wenn man einer Wurst zu nah auf die Pelle rückt…! All dies werde ich auf meinen Pfötchen im Sauseschritt entdecken wollen!“ - „Ach, lieber Quiryn, das sind ja tolle Pläne für einen gerade mal dreijährigen Jungspund wie Dich! Aber wenn ich Deine Lage gerade genau betrachte, dann sieht das alles eher mau aus…“
Ja, liebe Leserinnen und Leser, die Raupe Mathilda hat leider Recht und hat die Lage des kleinen Rüden Quiryn richtig erkannt. Seit nunmehr einem halben Jahr sitzt der mutige Entdecker in einem Betonzwinger in einem Hundelager im Nirgendwo von Italien eingesperrt fest. Umgeben von Betonwänden, schlechtem Futter, keinerlei geistiger Anregung und null Auslauf meistert Quiryn mit einer großen Portion Hoffnung den Tag. Innerhalb der „Zwangs-WG“ versteht sich Quiryn gut mit Hündinnen und Rüden. Und als die lieben Tierschützer vor Ort „Quiryn“ besuchen durften, zeigte er sich zunächst etwas besorgt und wusste nicht so recht was der Besuch nun bedeutete. Mit ruhiger Ansprache wurde Quiryn dann sofort zutraulicher, ließ sich gerne streicheln und animierte zum gemeinsamen Spiel. Es zeigte sich, dass Quiryn ein aufgeweckter, munterer, liebenswürdiger und den Menschen sehr zugewandter kleiner Kerl ist.
Noch ist er ein „Neuling“ in Sachen „Zwingerhaltung ohne Wiederkehr“ und zeigt sich von einer unbedarften und offenen Seite mit der großen Hoffnung, dass der schlimme Spuk bald ein Ende für ihn hat. Gerade die kleinen Hunde haben es in dieser schrecklichen Haltungsform besonders schwer. So gelangen sie beispielsweise in der sommerlichen, unerträglichen Hitze nicht immer zuverlässig an den höher befestigten Wassereimer. -- Lassen wir es also nicht zu, dass der quirlige kleine Kerl diese schlimmen Erfahrungen im baldigen Sommer sammeln muss! Erfüllen wir gemeinsam den einen lebenswichtigen Wunsch von Quiryn, ein großer Entdecker zu werden und lassen seine flinken Pfötchen über Gras statt Beton laufen!
Schenken Sie ihm die großen und kleinen Geheimnisse des Alltages in Ihrer Obhut im Kreis Ihrer Familie. Mit Ihrer fördernden und liebevollen Anleitung wird Quiryn auch das Geheimnis des fliegenden Bällchens, einer nimmermüden kraulenden Hand und den starken Sog eines Kuschelkörbchens kennenlernen wollen.
Die Vermittlerin von Quiryn hat schon Ihren Tropenhelm angezogen, dass Satellitentelefon auf Empfang gestellt und freut sich sehr auf Ihren baldigen Anruf zum Start der gemeinsamen Expedition mit Quiryn an Ihrer Seite!