Update- April 2026 - Zwischen Filz und Feingefühl
Noak sieht ein bisschen so aus, als hätte er beschlossen, ein eigenes kleines Ökosystem zu werden. Man könnte darüber schmunzeln – und im nächsten Moment möchte man ihm einfach helfen. Er ist definitiv keiner von denen, die geschniegelt auf ihr Glück warten. Bei ihm sieht man sofort: Hier hat sich lange niemand gekümmert. Ein Ort, der Hunde aufbewahrt, statt sie wahrzunehmen, hat seine Spuren hinterlassen – sichtbar vor allem in seinem Fell. Sein Zustand erzählt, er hat die letzten Monate einfach alleine klarkommen müssen.
Unter all dem Filz steckt aber ein ziemlich feiner Kerl. Einer, der sich mit anderen Hunden gut versteht – egal ob groß, klein, männlich oder weiblich. Nur beim Futter wird er kurz zum kleinen Schatzwächter. Verständlich irgendwie, wenn man nicht viel hatte, hält man eben fest, was einem gehört. „Belohnt“ wurde er dafür mit Einzelhaft.
Katzen betrachtet er mit neugieriger Höflichkeit und ohne Jagdmodus –ein stilles „Und du bist wer?“. Bei Menschen zeigt er sich offen und angenehm. Er lässt Nähe zu, genießt sie sogar und sucht dann ganz von selbst den Kontakt. An der Leine läuft er entspannt, orientiert sich gut und nimmt neue Eindrücke gelassen auf, als wäre das alles nichts Besonderes – dabei ist es für ihn genau das.
Und dann ist es da wieder dieses Fell. Dieses „Da müsste man dringend mal ran“-Fell. Ein Termin mit der Schermaschine wird wahrscheinlich mehr Veränderung bringen, als man denkt. Nicht nur äußerlich.
Vielleicht ist es genau das: Ein Hund, der noch nicht geschniegelt ins Leben startet, sondern einer, bei dem man den Anfang wirklich miterlebt. Der vorher ein bisschen nach „vorher“ aussieht – und dann Stück für Stück aufblüht. Falls du also über ein paar Knoten im Fell hinwegsehen kannst und stattdessen den Hund dahinter siehst – Noak hätte da Interesse.
Wenn sich das für dich richtig anfühlt, dann ruf gern seine Vermittlerin an. Sie erzählt dir mehr über Noak – und vielleicht ist das der Moment, in dem aus Filz langsam Zukunft wird.
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Die ersten Sonnenstrahlen des Tages wecken Noak, der auf seinem Lieblingsplatz entspannt geschlafen hat. Er reckt und streckt sich genüsslich, gähnt herzhaft, schüttelt sein weißes Kuschelfell auf. Da kommt auch schon der Rest der „Truppe“ – Zeit für eine ausgiebige Begrüßungs-Zeremonie! Und dann geht es auch schon auf zur Morgenrunde. Pfoten vertreten, ein bisschen Zeitung lesen, Geschäfte erledigen… Herrlich! Wieder Daheim wird ein leckeres Frühstück serviert. Was für ein großartiger Start in den Tag!
Nur Wunschdenken! Leider…
Jedenfalls ist es das momentan für diesen großen und gleichermaßen großartigen Rüden. Denn Noak genießt bedauerlicherweise nicht den Luxus einer eigenen liebevollen Familie und kann überdies nichts weiter als sein „Zuhause“ bezeichnen, als ein paar trostlose Quadratmeter Beton in einem der unzähligen Canili Italiens…
Doch schauen Sie ihn sich an, diesen bildschönen liebenswerten Rüden! Obwohl er schon seit einer gefühlten Ewigkeit (allein in diesem Zwinger sitzt er bereits seit Februar 2023 fest…) alles andere als ein artgerechtes Leben führt, hat Noak sich sein ruhiges, gelassenes Wesen bewahrt. Und auch wenn er als gestandener Maremmano(Mischlings)-Rüde einen eigenen Kopf und auch ein paar Kilo Lebendgewicht mitbringt, war er durchaus bereit sich beim Besuch unserer befreundeten Tierschützer dem Zweibeiner anzuschließen. Er erkundete mit viel Neugier seine Umgebung und fand nach anfänglicher Zurückhaltung sichtlich Gefallen an den Streicheleinheiten.
Wünschen Sie Noak ebenso wie wir sein absolutes „Traumzuhause“? Ausgezeichnet! Und denken Sie womöglich, dass Sie ihm genau das bieten können und wollen? Perfekt! Falls die Welt der Herdenschutzhunde noch neu für Sie sein sollte, informieren Sie sich gerne auf unserer Homepage.
Passt? Dann melden Sie sich unbedingt bei uns!